Das Meta-Modell der Sprache ist ein Set von spezifischen Fragen, das dazu dient, unpräzise, verallgemeinerte oder verzerrte sprachliche Äußerungen zu klären. Sein Ziel ist es, von der vagen "Oberflächenstruktur" einer Aussage zur konkreten Erfahrung und Bedeutung in der "Tiefenstruktur" vorzudringen.
In unserer alltäglichen Kommunikation verwenden wir unbewusst die Filterprozesse Tilgung, Verzerrung und Generalisierung. Diese helfen uns, komplexe Informationen zu bewältigen, können aber auch zu einer "Problem-Trance" führen, in der wir unsere Wahlmöglichkeiten nicht mehr sehen. Das Meta-Modell hilft, diese Filter zu überwinden und dem Sprecher den Zugang zu seinen Ressourcen wieder zu ermöglichen.
Hier einige Beispiele für Sprachmuster und die passenden Meta-Modell-Fragen:
• Universalquantoren (Generalisierung): Aussagen mit "immer", "nie", "jeder", "alle".
◦ Aussage: "Er hört mir nie zu."
◦ Meta-Modell-Frage: "Wirklich nie? Gab es nicht eine einzige Situation, in der er zugehört hat?"
• Modaloperatoren der Notwendigkeit (Tilgung): Aussagen mit "muss", "sollte", "darf nicht".
◦ Aussage: "Ich muss mich um alles kümmern."
◦ Meta-Modell-Frage: "Was würde geschehen, wenn Sie es nicht täten?"
• Komplexe Äquivalenz (Verzerrung): Zwei Aussagen werden als gleichbedeutend gesetzt (X bedeutet Y).
◦ Aussage: "Mein Chef schreit mich an, also mag er mich nicht."
◦ Meta-Modell-Frage: "Woher wissen Sie, dass das eine das andere bedeutet? Könnte es sein, dass er jemanden anschreit, den er mag?"
Durch diese gezielten Fragen wird die Landkarte des Sprechers erweitert und er kann sein Problem aus einer neuen, ressourcenreicheren Perspektive betrachten.