Submodalitäten sind die feinen, sinnesspezifischen Unterscheidungen, die wir innerhalb eines Repräsentationssystems (Sehen, Hören, Fühlen etc.) treffen können. Sie sind die "Bausteine" unserer subjektiven Erfahrung.
Ein inneres Bild kann beispielsweise folgende visuelle Submodalitäten haben:
• Farbig oder schwarz-weiß
• Groß oder klein
• Nah oder fern
• Bewegt oder still
• Hell oder dunkel
Unser Gehirn nutzt diese Submodalitäten, um Informationen zu qualifizieren, zu ordnen und ihnen eine emotionale Bedeutung zuzuweisen. Die Struktur (also die Submodalitäten) einer Erinnerung bestimmt die damit verbundene Emotion, nicht der Inhalt allein.
Anwendung zur Gefühlsveränderung: Indem wir die Submodalitäten einer Erinnerung bewusst verändern, können wir auch die damit verknüpfte Emotion verändern.
• Experiment: Rufen Sie sich eine unangenehme Erinnerung als inneres Bild vor Augen. Verändern Sie nun dessen Qualitäten systematisch: Machen Sie das Bild dissoziiert, das heißt, betrachten Sie sich selbst von außen, als würden Sie in einem Film zusehen. Machen Sie dieses dissoziierte Bild dann kleiner, schieben Sie es weiter weg, machen Sie es schwarz-weiß und geben Sie ihm vielleicht sogar einen lächerlich wirkenden Rahmen. Sie werden bemerken, wie die unangenehme Emotion mit jeder Veränderung an Intensität verliert und Sie Abstand zum Geschehenen gewinnen. So können Sie die emotionale Macht belastender Erinnerungen gezielt abschwächen.