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Diese beiden Weisheiten beschreiben eine wechselseitige, dynamische Beziehung zwischen unserem Denken und Fühlen.

• Zweite Weisheit: Unsere kognitiven Landkarten beeinflussen unsere Emotionen. Die Art und Weise, wie wir eine Situation interpretieren (unsere Landkarte), bestimmt direkt, wie wir uns dabei fühlen. Beispiel: Sie sitzen in einer Bar und jemand am anderen Ende des Raumes wirft Ihnen einen "gewissen Blick" zu. Wenn Ihre Landkarte lautet: "Diese Person findet mich attraktiv", fühlen Sie sich sofort besser. Wenn Ihre Landkarte jedoch lautet: "Diese Person macht sich über mich lustig", fühlen Sie sich unwohl. Die Situation (das Gebiet) ist identisch, aber die unterschiedliche Landkarte erzeugt völlig andere Emotionen.

• Fünfte Weisheit: Unsere Emotionen beeinflussen unsere kognitiven Landkarten. Unsere emotionale Verfassung wirkt wie ein Filter, der unsere Wahrnehmung und unsere Denk- und Handlungsmöglichkeiten (unsere Landkarte) einschränkt oder erweitert. Beispiel: Ein Mitarbeiter möchte den Chef um eine Gehaltserhöhung bitten. Ein Kollege warnt ihn: "Beim Chef herrscht gerade Gewitterstimmung." Der Mitarbeiter geht davon aus, dass der Chef in diesem emotionalen Zustand die Landkarte "Gehaltserhöhung, ja!" gar nicht denken kann, und verschiebt sein Vorhaben.