Ankern ist eine klassische NLP-Technik, bei der ein spezifischer äußerer Reiz (z.B. eine Berührung, ein Wort, ein Bild) gezielt mit einer inneren Reaktion (einem Gefühl oder Zustand) gekoppelt wird. Dieser Prozess ähnelt der klassischen Konditionierung.
Das Ziel des Ankerns im Selbstcoaching ist es, positive und kraftvolle Ressourcenzustände (wie Ruhe, Selbstbewusstsein, Kreativität, Zuversicht) bewusst abrufbar zu machen. Anstatt darauf zu warten, dass diese Zustände zufällig eintreten, können wir sie durch einen selbst gesetzten Anker jederzeit aktivieren, wenn wir sie benötigen.
Für einen starken und verlässlichen Anker müssen vier Kriterien erfüllt sein:
1. Intensität der Emotion: Der zu ankernde Zustand muss so intensiv wie möglich erlebt werden.
2. Timing: Der Ankerreiz muss genau auf dem Höhepunkt der Emotion gesetzt werden.
3. Prägnanz des Reizes: Der Anker muss einzigartig und klar unterscheidbar sein (z.B. ein fester Druck auf eine bestimmte Stelle am Handgelenk).
4. Wiederholung: Je öfter der Prozess wiederholt wird, desto stärker und stabiler wird die Reiz-Reaktions-Verbindung.